Ephedra AstronautinEphedras Tagebuch

Die Story zu unserem Album…

Inhalt:
Prolog
1. Akt: Dear Yourself
2. Akt, Teil 1: Stonehead
2. Akt, Teil 2: Stonehead
3. Akt, The forgotten one
4. Akt, Machete
5. Akt, The Astronaut
6. Akt, Cap bald head
7. Akt, Can‘-Ka No Rey

Prolog:
Ihr die ihr dies lest sollt wissen dass die Tatsache dass ihr dies tut bedeutet dass ich entweder mein Ziel erreicht habe oder auf dem Weg dorthin gestorben bin…….ansonsten wäre dieses Tagebuch noch in meinem Besitz.
Als ich noch in eurer Welt lebte gab man mir einen Namen genau wie euch, eine weltliche Erkennungsmarke um möglichst schnell und einfach im System erfasst und integriert zu werden. Das mit der Integration gestaltete sich in meinem Fall jedoch schwieriger als sich die meisten Menschen in meinem Umfeld wohl je hätten träumen lassen. Im Laufe meiner 30 Jahre auf Planet Erde trug ich viele Namen. Angefangen bei meinem Geburtsnamen über Namen wie schwieriges Kind, sehr schwieriges Kind, sozial untaugliches Kind, untragbares Kind, Schulabbrecher, Ausbildungslose, Arbeitslose, Alkoholabhängige, Drogengefährdete, Nutte, Hure, unangepasste, extrem charakterstarke, Freidenkerin, Lebenskünstlerin ,beneidbare Person und viele tausende mehr….kurz gesagt ich war schon immer anders.

Als die Welt wie ihr sie noch kennt dann dahinraffte, Krankheiten, Seuchen und der Mensch seine Zahl selbst durch seine Habgier drastisch reduzierte, ich allerdings von all dessen total verschont blieb, dachte ich es wird Zeit mein anderssein mir selbst verständlich zu machen und diesen den euren Planeten hinter mir zu lassen und in die unendlichen Weiten der Galaxy zu reisen um hoffentlich meinen Heimatplaneten zu finden an dem ich ankommen kann…..Ich gab meinen besten Freundinnen Marie und Juana einen dicken Kuss und nahm ihre Geschenke der Natur mit auf meine Reise.
hier beginnt meine Geschichte.

Akt 1: Dear Yourself

Liebes Tagebuch, Tag 33 nach G.E ( goodbye earth) .Nach etlichen ungemütlichen Planeten wo sich eine längere Verweildauer nicht lohnen würde habe ich nun meinen ersten erdatmosphärenähnlichen gefunden:-) . Zum ersten Mal seit Anbeginn meiner Reise brauche ich meinen Massangefertigten Rocco Ziffredi Raumanzug nicht zu tragen, ich kann frei atmen sagen mir meine Messgeräte…!!!
Ich nenne diesen Planeten Dear Yourself, obwohl er auf den ersten Blick nicht sehr Dear ist, es geht ununterbrochen ein orkanartiger Wind, die Bodenbeschaffenheit ist rauh,kraterförmig und voller kleiner Seen in welchen jedoch kein Wasser ist sondern eine sonderbare galertartige orange Flüssigkeit welche darin zu schweben scheint. Nach testen dieser Flüssigkeit habe ich festgestellt dass sie problemlos trinkbar ist und eine Wirkung einem mir vertrauten Getränk auf Erde bei mir auslöst….blondes Gold nannten wir es zu meiner Zeit.
Lebensformen habe ich auf Dear Yourself bis anhin ausser einigen friedlichen Raketenwürmern welche ganz scharf auf meine Vorräte von Marie und Juana sind keine gesehen. Ich denke dies ist ein guter Planet um etwas zur Ruhe zu kommen. Bei meinem letzten treffen mit Morpherockerampeus (meinem lieblings Raketenwurm) stammelte er irgendwelch unverständliches Zeugs…als er dann endlich merkte dass ich seine Sprache noch immer nicht verstehe nahm er einen Stock aus nichtholz ( Holzähnliche Orange Struktur, nur elastischer und sich selbst reproduzierbar) und zeichnete mir eine Skizze…ich erkannte Planeten….auf einen malte er ein X und von da aus einen Pfeil nach Nordosten wo er einen Planeten in Maskenform zu zeichnen schien welcher gesäumt war mit menschenähnlichen Figuren welche offenbar darauf zu tanzen schienen….dann zeigte er auf mich und dann in den Himmel nach Nordosten….ich hatte verstanden.
Die nächsten Monate wollte ich mir jedoch noch meinen mir mittlerweile geliebten Dear Yourself ansehen mit seinem wunderschönen orangem Licht und seinem rauhen doch herzhaftem Klima….auf bald

2. Akt, Teil 1: Stonehead

Tag 184 nach G.E.
Die Zeit auf Dear Yourself war sehr lehrreich und einzigartig schön für mich. Nach beinahe einem halben Jahr auf diesem Planeten hab ich mich doch schon sehr heimisch gefühlt hier. Ich spreche nun Raketenwürmisch und habe Wege entdeckt mich problemlos zu ernähren ohne meine Subway`s Astroreisenden Fertignahrung anrühren zu müssen ( ich weiss in der Zeit die ihr noch kennt ist Subway eine fast food Kette welche auf Sandwiches spezialisert ist….ab dem Jahre Null nach Zoltan wird allerdings jedes Restaurant auf Erde Subway heissen…).
Die Früchte des Nichtholzbaumes sind, hat man die Art sie zuzubereiten erst einmal entdeckt, äusserst nahrhaft und wohlschmeckend. Auf keinen Fall darf man Nichtholzbaumfrüchte auf Raketenwurmweise verzehren, nämlich roh…..dies führt zu tagelangen Massivblähungen und explosionsartigem Pfirsichkernähnlichem Spontankoten. Den Raketenwürmern passiert übrigens dasselbe essen sie die Früchte auf Menschenart, nämlich in Orangesee gebadet und dann geschält getrocknet….
Als ich mich entschied Dear Yourself zu verlassen und mich auf den von meinem Freund Morpherockerampeus empfohlenen Planeten zu begeben der wie eine Steinmaske aussieht, entschied ich mich eine Abschlussparty zu geben und meinen Raketenwürmern adieu zu sagen. Nach einer illustren kurzweiligen Zeit überraschte ich meine Freunde mit Nichtholzbaumfrucht auf Menschenart. Gierig wurde alles verschlungen und schnell waren alle nass…( Raketenwürmer produzieren unvorstellbare Mengen an Speichel wenn sie essen)… . Als sich die ersten Amigos den Bauch hielten wurde ich skeptisch….und schon wurden die ersten Furzgeräsche hörbar, diese steigerten sich innert Kürze zu einem massiven Chor an Donnerlauten ( um sich das vorstellen zu können muss man es gehört haben, durch die konisch zulaufende Analendung der Raketenwürmer können sie unglaubliche Druckwellen erzeugen, ähnlich einem Dragstar racecar…). Ein von Orangewasser beflügelter, besonders frecher Raketenwurm namens Mesa Rectifarter kam auf die Idee eine Donnerfurzparty in einem der nahen Krater zu veranstalten. Fanden alle eine super Idee. Ich betrachtete das ganze vom Kraterrand aus…..was da an dB zu Tage gefördert wurde liesse so manches Rockkonzert wie eine Knabenchorveranstaltung dastehen. Bis dahin wussten die Raketenwürmer noch nichts vom Explosionspfirsichkernstuhlgang der folgen würde….bis die ersten Geschosse durch die Luft ballerten. Unruhe breitete sich aus, doch alle lachten beschwipst. Morpherockerampeus brüllte dass die Kraterparty nun vorbei sei und sie sich auf den Weg zurück zu mir machen würden. Während er so brüllte und Bauchdruck aufbaute schossen drei Avocadokern Grosskaliber aus seinem Anustrichter und trafen Mesa Rectifarter mitten ins Gesicht. Eines davon steckte sogar in seiner fettwulstigen Stirn. Er gieng bewusstlos zu Boden und alle krümmten sich vor lachen. Dies war mein letzter Abend auf Dear Yourself.

Während ich diese Zeilen schreibe schwebe ich bereits wieder in der unendlichen Galaxie, wohlverpackt in meinem Rocco Ziffredi Anzug, unglaublich diese italienische Massarbeit. Mein Ziel Stonehead( wie ich den Steinmaskenplaneten mittlerweile nenne) rückt immer näher, unterdessen kann ich sogar Strukturen erkennen. Aus der Ferne sieht es aus als wäre Stonehead ein Lavaplanet umgeben von riesigen Felsplateaus und Bergen.
Tag 236 nach G.E.
Nach Eintritt in die Planetenatmosphäre bewahrheiteten sich meine Eindrücke aus der Ferne. Zu meiner Freude kann ich auch auf Stonehead auf meinen Anzug verzichten, die Luft ist gut, es ist sehr heiss, überall Lavaseen, gesäumt von mittelgrossen Bergen in welche Kraterstrassen eingedrückt sind. Durch diese Kraterstrassen rollen unentwegt glühende Lavakugeln welche aus Höhlen in den Bergen zu kommen scheinen und donnernd durch die Landschaft rasen bis sie in einem der Lavaseen das Ende ihrer Reise finden. Wenn ich richtig beobachtet habe bilden sich in den Lavaseen so ständig neue Formen welche ab einer gewissen Grösse abkühlen und so neue Berge bilden während bestehende Steinplateaus wieder schmelzen und zu Lava werden. Stonehead ist in dauernder Bewegung. Auf den Bergen entspringen wie an einem Katzenbaum auch wieder Plateaus, diese scheinen jedoch grün bewachsen und sehr fruchtbar zu sein. Doch wie soll ich diese erreichen? In diesem Moment macht es klick im Kopf und ich denke mir, Mädchen; zu viel mit Marie und Juana geliebäugelt? Wozu hast du einen Rocco Ziffredi Deluxe Custom mit Raketendüsen mit sich selbst reproduzierendem Treibstoff??? Also rein in den Anzug und hoch zu den Plateaus.

2. Akt, Teil 2: Stonehead
Wie das Auge einem manchmal Streiche spielt…..Von meiner Startposition aus hätte ich geschätzt dass sich das erste grosse Plateau in etwa 200 Meter Höhe befindet. Was mir meine Messgeräte aber jetzt sagen, überrascht mich doch sehr. Bei der Landung habe ich 1666 Höhenmeter zurückgelegt. Muss eine optische Täuschung gewesen sein von unten. Wenigstens hat mich der Rest nicht getäuscht. Es ist angenehm warm. Viel feuchter als unten in Lavaland und alles ist üppig grün bewachsen. Spektakulär, wie die Landschaft unten von hier oben aussieht. Stonehead ist tatsächlich in ständiger Bewegung. Von meinem Standpunkt aus würde ich die Fläche dieses Hauptplateaus mit all seinen Hügeln und Bächen auf ungefähr 100 Fussballfelder schätzen. Aber vermutlich ist das auch eine optische Täuschung.

Tag 299 nach G.E.
Mittlerweile habe ich bis auf das Hauptplateau alle Plateaus gründlich erforscht. Meine Sorge, von meinen Subway`s Vorräten verzehren zu müssen, hat sich auf Stonehead erübrigt. Auf allen Ebenen fand ich essbares, zum Grossteil Früchte mir völlig unbekannter Art. Jedoch sehr wohlschmeckend und zum Teil mit äusserst angenehmen Nebenwirkungen. Zu trinken habe ich, dank den ganzen Bächen die hier durchfliessen, mehr als genug. Meiner Meinung nach ist die Flüssigkeit in den Bächen auch tatsächlich Wasser.

Tag 308
Seit gut einer Woche bin ich nun das Hauptplateau am erforschen. Im Vergleich zu den anderen ist es ähnlich, was die Vegetation betrifft, einfach von den Ausmassen her riesig. Als ich heute einen der mossgrünen Hügel erklomm, welcher meiner Ansicht nach zum Ende des Plateaus gehört, stellte ich überrascht fest, dass sich dahinter ein riesiges Waldgebiet erstreckt, in welchem sich ein Netz aus Lichtungen befindet, welche durch Wege miteinander verbunden zu sein schienen. Am meisten überrascht mich jedoch, dass am Anfang des Waldes ein Schild in den Boden gerammt war, in dem eine mir zu vertraute Schrift eingebrannt war…..es war Menschenschrift, spanisch. Und es stand: bienvenido en el bosco de libertad….vaya con dioz….was das wohl bedeuten mag??? Mein spanisch hört in etwa bei cerveza und mucho gusto auf….
Doch was hatte das zu bedeuten, waren hier schon mal Menschen vor mir, oder waren sie gar noch hier?

Tag 343
Hallo Tagebuch, ja es waren schon Menschen vor mir hier und ja, sie sind immer noch hier.
Ungefähr zwei Stunden nach betreten des Waldes kreuzte ich eine der Lichtungen und entdeckte Baumhäuser. Von Neugier getrieben schlenderte ich auf eins der Baumhäuser zu, als ich im Augenwinkel zwei junge Menschen entdeckte. Nachdem ich mich ihnen zugewandt hatte, sah ich, dass sie in einem angestauten Bach badeten. Nach ein paar Schritten in ihre Richtung rief ich: Hallo. Erschrocken sprangen sie aus dem Wasser, schauten umher und fingen, sobald sie mich entdeckten, an zu schreien und rannten davon.
Augenblicklich veränderte sich die Stimmung im Wald. Es wurde totenstill. Kein flüstern des Windes war zu hören….als plötzlich um mich herum in allen Baumhäusern die Fensterverhänge aufflogen und Männer mit prähistorichen Armbrüsten mit Holzpfeilen darin erschienen. Einer von ihnen schrie, wer bist du, was willst du? Sprich oder wir erschiessen dich.
Mein erster Gedanke war: zum Glück sprichst du meine Sprache und nicht spanisch. Mein zweiter war, mir zu überlegen, ob ich lachen sollte, handeln oder diplomatisch sein. Lachen deshalb, weil diese Leute offensichtlich nicht wussten, was ein Rocco Ziffredi Anzug war. Ihre Pfeile würden mich nicht einmal kitzeln. Dabei hab ich mir kurz überlegt ob die beiden jugendlichen wohl wegen meinem Anzug dermassen in Panik geraten sind.
Handeln würde bedeuten, meinen Rocco Ziffredi Long John Stallion Penetrator hervorzuholen und dieses Walddorf auszuradieren.
Ich entschied mich für Diplomatie.
„Mein Name ist Ephedra, ich hege keinerlei Absichten, ich habe nichts zu geben und ich will nichts nehmen, ich bin eine Reisende. Wenn ihr mich kennenlernen wollt, biete ich an, meinen Anzug auszuziehen und euch mein Gesicht zu zeigen. Lehnt ihr ab, ziehe ich von dannen. Greift ihr an ist dies euer Ende.“
Stille, gemurmel…..Türen werden geöffnet……..
“ Ephedra, herzlich willkommen in bosco libertad, du hast Glück, fast hätten wir dich mit unseren Waffen für deine Vorwitzigkeit uns zu drohen erschossen…“
„Welch Glück ich doch hab…“
“ Mein Name ist Les Paul.“

Tag 365
Anlässlich meines Jahrestages (seit ich die Erde hinter mir lies) wird’s Zeit, wieder mal was aufzuschreiben. Mittlerweile errege ich keine grosse Aufmerksamkeit mehr in bosco libertad, man hat sich an mich gewöhnt. Was ich über die Leute hier und das Leben sagen kann? So denke ich sind sie etwa in den 80er Jahren des 20igsten Jahrhundert hierher gekommen. Die Kleider die sie tragen, die Musik über die sie reden und die Art wie sie ihre Haare kämmen erinnert alles sehr an 80er, frühe 90er. Das bedeutet, sie sind rund 90 Jahre vor mir in neue Atmosphären gestochen…..also bevor „Zero“ das Virus gestreut hat…..und zu einer Zeit als Atmosphärenreisen nur ganz wenigen Menschen möglich war.

Les Paul ist hier sozusagen mein Reiseführer….seine Vorfahren waren mit die ersten, die zu den Auserwählten zählten, in den Atmosphären zu reisen. Danach brach der Krieg aus und der Kontakt zu ihnen von der Erde ging verloren. Les Paul selbst wurde bereits in bosco libertad geboren. Er kennt unsere Welt nur vom hörensagen. Dauernd will er Erdgeschichten hören.
Was das Leben hier betrifft, so ist es einerseits fremd, im grossen und ganzen jedoch sehr ähnlich und konservativ wie in einem kleinen Dorf auf Erde. Schon interessant, wie sich die Spezies Mensch immer dieselben Strukturen aufbaut, obwohl alle Möglichkeiten offen wären…..sieht so aus als wollten wir allen Endes doch alle dasselbe. Hier gibt es diverse Geschäfte, Marktschreier, eine Kirche mit Traualtar, ein Krankenhaus und sogar so eine Art Polizist, was dieser jedoch genau tut ist mir ein Rätsel….ausser ein paar Prügeleien an den Alkoholfruchtbars habe ich hier noch keine Anzeichen von Kriminalität wahrgenommen. Was ich besonders interessant finde hier, sind die Tiere. Neben Kuh und Schweineähnlichen Lebewesen ist es vor allem eine Art die mich beeindruckt. Gerüchten zufolge hatten sich in der ersten Raumkapsel, welche hier landete, Ratten eingeschlichen. Diese fanden hier optimale Lebensbedingungen und kreuzten sich bald mit hier einheimischen niederen Lebensformen. Die Bewohner hier nennen diese Kreaturen abschätzig Fenders. Fenders werden allgemein als niederste Daseinsform in bosco libertad beschrieben. Sie sind sehr hässlich, eine Mischung aus Ratte, Kröten, Minihängebauchwarzenschwein und irgendwelchen Insekten. Sie vermehren sich rasend schnell und werden innert kürze zur Plage, ausserdem geben sie schreckliche Geräusche von sich ( eine Mischung aus heftigem Säuglingsgekreische und Erbrechen ). Aus diesem Grund ist jede vierte Woche Fenderwoche in bosco libertad. In dieser Woche wird nur das nötigste gearbeitet und der Rest mit dem Jagen und Morden von Fenders verbracht. Dabei werden Prämien ausgesetzt für denjenigen, welcher am meisten der Biester erschlägt. Am Schluss der Woche gibt es immer ein riesen Fest auf dem Dorfplatz und alle Fenders werden verbrannt. Laut Les Paul waren waren die Fenders früher einmal angesehen und verehrt….kann ich mir nicht vorstellen. Trotz monatlichem Massenmord ist ihre Anzahl beträchtlich in bosco libertad.

Tag 380
Es wird Zeit mich auf die weiterreise zu begeben. Trotz der Idylle hier ist bosco libertad doch nichts weiter als ein Dorf mit Menschen. Und Menschen mag ich eigentlich nicht besonders. Als ich meine Pläne zur Abreise Les Paul schilderte und ihn fragte, welche Richtung er empfehlen würde, war er Anfangs etwas betrübt. Er hatte sich gewünscht ich würde noch etwas länger bleiben. Dann hellte sich seine Miene jedoch auf und er führte mich zu einer Lichtung. Er zeigte Richtung Norden…zuerst sah ich nicht, worauf er hinauswollte…doch dann erschien es klar vor mir. Es sah aus, als wäre da ein Planet, der ähnlich aussieht wie Stonehead, nur kleiner….
Les Paul erzählte mir, dies sei der kleine Bruder von Stonehead, welcher nur selten zu sehen ist und vor langer Zeit vergessen worden sei. Seines Wissens sei noch nie ein Mensch so weit nach Norden geflogen….dieser Planet heisst „The Forgotten One“. Dies ist mein letzter Eintrag auf Stonehead…..
….die Reise geht weiter……

3.Akt: The Forgotten One

Tag 391
Huch !!! Das ging jetzt aber flott, laut meinem Laser-Distanzmessgerät hätte die Reise nach Forgotten One mindestens zwei Monate dauern sollen, tatsächlich warens 10 Tage….Was mein Messgerät nicht mit einberechnet hatte war die Tatsache dass es in diesem Teil der Galaxy von Big Muffs wimmelt……

Falls dies hier jemals von Nichtgalaxienreisenden gelesen wird hier eine kurze Erklärung. Big Muffs sind Galaxientunnel, ähnlich den schwarzen Löchern der Erdgalaxy. Der Unterschied ist dass dich Big Muffs in der selben Galaxy unheimlich schnell voranschieben, während das Ende nach Eintritt in ein schwarzes Loch unabsehbar ist. Big Muffs verzerren also die Zeit und schieben dich mit unheimlichem Druck voran…..eine tolle Sache.

Nun gut, jetzt bin ich also hier gelandet. Leider ist die Umgebung hier Stickstoffgeschwängert und macht es mir unmöglich meinen Anzug auszuziehen. Auch landschaftlich präsentiert sich The Forgotten One äusserst karg….ein Meer aus Felsen in den abstraktesten Formen. Hier und da entdecke ich vermeintliche Gesichter in den Felsen. Der Planet ist äusserst klein und die einzige Lebensform scheint ein Buschartiges Gewächs zu sein, welches überall zwischen den Felsen wie wuchernde Augenbrauen hervorlugt.

Mittlerweile schimmert mir eine Vorahnung weshalb dieser Planet nicht bereist wurde und vergessen ging. Er liegt zwar sehr nördlich, durch die Big Muffs wäre er jedoch problemlos erreichbar.

Tag 411
Es bleibt mir nichts anderes übrig als von meinen Subway`s Vorräten zu zehren, denn weiterreisen will ich noch nicht und ich hab auch keinen Plan wohin. Nach all den fremdartigen doch herrlichen Planetenköstlichkeiten der letzten Monate ( Nichtholzbaumfrüchte etc..) habe ich irgendwie innere Freude verspührt wieder einmal Junkfood aus Planet Erde zu essen. Früher hatte ich dieses Zeug ab und zu gerne mal verschlungen. Jetzt jedoch, nachdem ich über ein Jahr im Einklang mit mir und meiner Umwelt gelebt habe muss ich sagen , das Zeug schmeckt einfach nach nichts und ist irgendwie total künstlich. Zudem liegt es wie anorganische Materie im Bauch und nach drei Stunden habe ich bereits wieder Hunger. Definitiv ein weiterer Teil aus Heimat Erde den ich nie mehr vermissen werde. Ich kann hier nicht mehr lange bleiben……ich muss weiter, sonst werde ich fett und passe nicht mehr in den Rocco Ziffredi, was gleichbedeutend mit Tod wäre. So entscheide ich mich heute Nacht noch eine Riesenflöte aus Marie und Juana zu bauen und den letzten Abend ausklingen zu lassen und mich morgen auf die weiterreise zu machen. Da ich meinen Anzug und Helm nicht ausziehen kann wird meine Riesenflöte zum Highlight….eingehüllt im Dunst der nützlichsten Pflanze welche Mutter Erde hervorgebracht hat lasse ich mich nach hinten fallen.

Und da eröffnet sich mir die Schönheit von Forgotten One schlagartig wie ein Faustschlag ins Gesicht von Mike Tyson. Nicht der Planet an sich ist schön, nein es ist der Himmel welcher ihn einhüllt.

Es sieht aus wie ein Meer aus Millionen von Lavalampen welche in dauernder Bewegung sind und jeden Moment den Betrachter zu verschlingen scheinen. Unglaublich dass mir das erst jetzt auffällt. Das tollste daran sind die Farben. Ausschliesslich Orange in allen nur erdenklichen Variationen. Orange, schon lustig, die einzige Farbe die es meiner Meinung nach verdient hat wirklich erwähnt zu werden offenbahrt sich mir seit Anbeginn der Reise immer wieder….aber vielleicht ist das auch so ein psychokarma Dings und jedem Reisenden offenbahren sich andere Farben.

Gebannt von dem Farbenspiel hätte ich fast nicht mitgekriegt wie ein Mann in einem Ron Tscheremi Anzug in rasendem Tempo in die Forgotten One Atmosphäre eingedrungen ist und rund 10 Meter neben mir gelandet ist…..fast.

Ron Tscheremi ist das Vorgängermodell meines Rocco Ziffredis, ähnlich durchschlagskräftig, jedoch etwas träger. Wenn ich mir den Mann so ansehe scheint ihm die Trägheit seines Anzugs allerdings nicht wirklich einen Nachteil zu verschaffen. Der Kerl hat einen Körper der aus Stein gemeisselt zu sein scheint, unglaublich…..unter seinem Helm sehe ich markante Gesichtszüge und einen ausufernden wilden Bart. Also entweder bin ich total high und hab irgendwie zuviel Stickstoff abgekriegt oder Forgotten One ist doch nicht so vergessen und vor mir steht das was ich als die wohl attraktivste Erscheinung seit langem bezeichnen würde. Mir wird unheimlich warm, trotzdem lege ich die Hand auf den Stallion Penetrator und hoffe ihn nicht benützen zu müssen um diesen Mann über den Haufen zu ballern.

In dem Moment sagt er keine Angst meine Liebe Ephedra ( ich zittere merk ich, jedoch nicht vor Angst du Blödmann…), du bist doch Ephedra oder? Morpherockerampeus hat mir von dir erzählt. Ich hege absolut friedliche Absichten.

Freut mich dich kennenzulernen Ephedra…..wir müssen reden…..mein Name ist Machete…….

4.Akt: Machete

„Geboren im Jahr 2 nach Zoltan bin ich in einer Welt aufgewachsen deren Grauen Leute aus eurer Zeit nur erahnen können. Meine Mutter wurde von den Flatheads ( Nachkömmlinge aus Zoltans Linie, von uns so genannt wegen ihrer flachen Gesichter und platten Köpfe) verschleppt, da war ich fünf. Mein Vater starb bei einem der ersten Aufstände zur Rettung der Musik ( welche durch Zoltan verboten wurde, eine seiner ersten Amtshandlungen). Somit war ich bereits mit sieben auf mich allein gestellt. Da es zu der Zeit bereits keine Sozialeinrichtungen mehr gab da alle Gebäude mehr oder weniger von einem Grosskonzern namens Subways aufgekauft wurden und das neue politische System vorsah dass alle Menschen für Subways arbeiten mussten und alle Bereiche welche nicht zum Erhalt der Subwayelite beitrugen restlos gestrichen wurden, blieb für mich nur die Strasse.

Wer bei Subways arbeitete hatte Anspruch auf Urlaub, war gut bezahlt und durfte das Krankenhaus benutzen…..solange er brav diente, alle anderen die nicht für Subways arbeiten konnten oder wollten mussten selbst schauen wie sie am Leben blieben. Ausser äusserst harter Repressalien durch die Flatheads durfte man nichts erwarten. Details zu meiner Zeit als heranwachsender lass ich hier mal weg, nur so viel, es war hart und man musste sich durchkämpfen.

Als wir täglich ums Ueberleben kämpften war es Abends nach getaner Arbeit oft ein und dieselbe Geschichte die uns Kraft und Mut gab nicht aufzugeben und für die Sache weiter zu kämpfen. Wir wollten nicht akzeptieren dass Kunst und Musik verboten ist und mit Todesstrafe dagegen vorgegangen wird. Und wir wollten nicht als Arbeitssklaven gehalten werden, geschweige denn von Flatheads welche einen Irren anbeteten regiert werden.

Diese Geschichte war mehr eine Legende als eine Geschichte und basiert laut den meisten Erzählern auf der Wahrheit.Die Legende handelt von einer jungen Frau welche ebenfalls wie wir gegen das System rebelliert hat, jedoch weitaus effizienter als wir….eine wahre Rebellin. Diese Frau hat in ihrem Heimatbezirk sämtliche Flatheads eigenhändig und ohne Hilfe eliminiert. Ihr ist unsere Gruppierung zu verdanken, ohne sie wäre nichts….sogar Flatheads fürchten sie. Als sie ihr Massaker beendet hatte ging sie zu ihrem Hammer-on ( Hammer-ons sind Lebewesen welche durch Zoltans Genexperimente entstanden sind, beinlose, leicht schleimige Wesen welche nur bei Temperaturen unter 4 Grad überleben können.Aus diesem Grund leben sie geächtet von der Subwaysgesellschaft im Untergrund, oft in alten Kühlräumen. Während die Versuche ihren Körper zerstörten, liessen sie unbeabsichtigt ihren Geist wachsen….Hammer-ons sind höchst friedliebend, gerecht und mit einer uns nicht vorstellbaren Intelligenz gesegnet) und gratulierte ihm zu seiner Meisterkreation. Die junge Frau gab dem Hammer-on den Auftrag ihr einen super perfektions Raum und Kampfanzug zu schneidern, ähnlich den Ron Tscheremie Anzügen aus den ertsen Kriegen, welche mittlerweile fast alle durch Zoltan beschlagnahmt wurden. Im Gegensatz zu den Ron Tscheremie Anzügen sollte dieser Anzug jedoch viel durchschlagskräftiger sein und sich vor allem selbst laden und regenerieren. Als Testlauf sagte sie dem Hammer-on wolle sie den kompletten Bezirk von Flatheads säubern und falls dies klappe nachher damit in die Galaxien reisen um verbündete im Kampf gegen Zoltan zu finden. Der Hammer-on riet ihr davon ab, doch sie blieb stur wie ein Esel. Also gab er nach und schneiderte das Beste was je geschneidert wurde, den Rocco Ziffredi deluxe custom Anzug. Nach ihrem Gemetzel kam sie unverletzt zu ihm zurück, gab ihm einen Kuss und sagte : haltet durch , ich seh mir die Galaxie an und schau mal ob uns noch zu helfen ist. Sie packte ihre Freunde Marie und Juana ein, etwas Subway Astronahrung und verschwand gen oben.

Diese Geschichte und der Wille es ihr gleich zu tun spornten mich und meine Freunde an weiter zu kämpfen, ab und zu einen Flathead abzustechen und selber versuchen möglichst viel Genmaterial in weibliche Körper zu pflanzen um die Rebellengene nicht aussterben zu lassen. Da die Hammer-ons jedoch kurz nach dem verschwinden unserer Heldin praktisch ausnahmslos getötet wurden( alle die sie finden konnten zumindest) war es praktisch unmöglich geworden einen Anzug zu kriegen und ernsthaft gegen Flatheads kämpfen zu können. Um trotzdem kampfbereit zu sein erlernte ich alles an Kampfsport was ich lernen konnte, zudem stärkte ich meinen Körper durch intensives Krafttraining. Dies tat ich um bessere Chancen gegen den Feind zu habenund weil es die Frauen liebten und ich so in dieser trostlosen Welt wenigstens oft ein warmes Bett hatte und viele Rebellen einpflanzen durfte. Das ganze Training und Fortgepflanze brachte aber langfristig nichts wenn ich nicht kämpfen konnte für unsere Ideale und wir langsam aber sicher ausstarben. Deshalb brauchte ich einen Anzug, komme was wolle. Ich musste mir einen Ron Tscheremie aus dem Zoltan Verwaltungsarchiv holen. Um das zu erreichen musste ich etwas grauenhaftes tun. Ich musste mich als Verräter der Subwayuntreuen tarnen und mich an eine Flathead im Verwaltungsarchiv machen. Weibliche Flatheads sind im Gegensatz zu ihren männlichen Kamereaden extrem offensiv sexuell. Da der Gencode bei den Männern defekt ist sind alle unfruchtbar. Da das Flatheadgen jedoch radikal dominant ist können sich Flatheads vermehren in dem sie menschliche Spermien bei ihren Frauen einpflanzen, das Ergebnis ist immer ein Flathead. Normalerweise geschieht dies durch künstliche Befruchtung, doch in den letzten Jahren hat sich in der vornehmen Flatiszene bei den alleinstehenden Frauen ein Hobby eingeschlichen, nämlich dieses einen geheimen Menschenlover zu haben. Von dem lassen es sich die Frauen dann so oft besorgen wies geht,oft lassen sie sich auch schwängern……dies tun sie so lange bis sie alles probiert haben, dann wird der Mann beseitigt.

So eine Frau war Zuluezza….sie arbeitete im Verwaltungsgebäude, hatte Zugang zu den Ron Tscheremies und hatte schon zwei Menschenstecher hinter sich als sie zu meinem Zielobjekt wurde. Ich beobachtete sie und erfuhr dass sie zweimal die Woche ins hiesige Gym ging….das war mein Startschuss…..ich wollte sie im Muskelhaus auf mich aufmerksam machen und ihr ein paar Wochen später zufällig in einer Bar begegnen. Für eine Flathead war sie relativ wohl proportioniert und ich dachte sollte nicht all zu schwer sein einen Steifen zu kriegen….wäre bloss nicht dieser Flatheadgestank. Auf jeden Fall war sie gerade am Rudern, ich setze mich vor sie ans Nackenziehen, zog mein Shirt aus und begann schwitzend an meinem Latissimus dorsi zu arbeiten, ich pumpte etwa 20ig mal und drehte mich dann abrupt zu ihr um und sah ihr direkt ins Gesicht, ein Bruchteil an Zeit verstrich und sie wandte sich ab. Ihre Lippen glänzten und ihre Augen funkelten…..sie hatte mich bemerkt, das genügte. Eine Woche später ging ich ins Crabshack, ihre Lieblingskneipe. Als es später wurde stand ich zufällig neben ihr an der Bar. Sie hatte gut was getankt im Gegensatz zu mir. Du bist doch der durchtrainierte Unterhund aus dem Gym? Wenns nach mir ginge sollte man das Gym auch für Systemtreue Unterhunde wie dich verbieten….jedoch muss ich sagen du hast einen für deine Rasse extrem guten Zustand. Bist mir schon den ganzen Abend aufgefallen. Weisst du ich hab mir schon mal einen von euch gehalten für gewisse du weisst schon, Sachen halt. Hättest du nicht Lust mal edles Geblüt durchzuvögeln und ein bisschen Luft vom wohlstand zu schnuppern? Ich sah ihr in die Augen…..dann lass uns gehn. Es war hart es dieser Bestie zu besorgen, aber nach 5 Wochen hatte ich sie soweit dass sie mir anfing Geheimnisse zu verraten….eins davon war dass Zoltan plant in den nächsten zwei Jahrzenten alle Menschen auszulöschen….da war mir klar dass ich die Frau im All möglichst schnell finden musste. Ein weiteres Geheimniss war dass mir Zuluezza ins Ohr flüsterte sie wolle mich an ihrem Arbeitsplatz verstecken bis Feierabend und dann sollte ich es ihr auf ihrem Bürotisch besorgen. Dies gefiel ihr so gut dass es zur Regelmässigkeit wurde, sie wurde fast gierig. Bei einem dieser Besuche fragte ich beiläufig was hinter der Tür da wäre…ich wusste es bereits….das Archiv sagte sie, streng geheim. Ach so, sagte ich, sieht gar nicht so gut gesichert aus für streng geheim. Sie grinste, da kommt niemand rein, nur Leute die im Archiv arbeiten haben einen Chip im Gehirn eingepflanzt mit einem Geheimcode der alle 20 Sekunden ändert. Wenn du an diese Tür trittst und anklopfst fragt dich der Computer nach dem Code, in dem Momement strahlt der Chip den Code durch deine Augen an die Wand vor dir….gibst du den falschen Code ein wirst du von einer Selbstschussanlage hingerichtet. Wir gingen nach Hause. Ein paar Tage später äusserte sie den Wunsch bäuchlings auf ihrem Bürotisch gefesselt und genommen zu werden. Das wars dann mit Zuluezza, eigentlich war sie ganz ok für ne Flathead, aber sie wollte uns ausrotten helfen, nicht gut. Auf jeden Fall war ich sie von hinten am durchstossen als mich der Hass überkam und ich ihr etwa 15 mal mit voller Wucht in den Nacken schlug. Als ich sie dann von der Seite ansah sah ich ihre Augen rollen, sie war vom Hals abwärts gelähmt. Ich flüsterte ihr ins Ohr dass dies ihr Ende sei und sie zum letzten Mal einen Menschen getötet habe und ich ihr den Chip aus dem Hirn schneiden würde und mir die Ron Tscheremies holen. Was sie dann sagte irritierte mich, sie sagte viel Glück und ich liebe dich. Komisch. Auf jeden Fall war ich ja grad in Fahrt, deshalb beendete ich mein Geschäft noch in ihr und machte mich dann daran den Chip zu holen. Doch womit? …Ich durchstreifte das ganze Büro, dann sah ich sie….an der Wand hinter mir hing eine alte rostige Machete( daher mein Name). Den Rest können sie sich denken. Ich nahm alle Ron Tscheremies, verteilte sie unter Freunden und machte mich auf den Weg zu dir, liebe Ephedra. Jetzt kennst du meine Geschichte. Nachdem ich los zu dir bin wurde ich auf Erde selbst zur Legende. Machete der Freiheitskämpfer sucht Ephedra um gemeinsam die Welt zu retten. Du musst denken ich sei ein Monster, bin ich nicht, nur in einer kaputten Welt voller Trauer und Hass aufgewachsen und selbst auf der Suche nach Sinn und bereit vieles zu tun für unsere Ideale. Ich bin hier dir zu sagen dass Zoltan unsere Spezies ausrotten will, dass ihm da unten meine Armee entgegentreten wird und dass wir dich brauchen werden. Ich bin zu hasserfüllt männlich um dies allein zu schaffen, bitte komm mit und kämpfe mit mir“………..Ephedra sah mich an, lächelte, sagte heute gehn wir nirgendwo mehr hin, machs dir bequem, rauchen wir heiliges Kraut vereinen unsere Körper. Morgen machen wir Kriegspläne.

Wahnsinnsnacht….als ich jedoch am morgen wach wurde war mein Ron Tscheremie deaktiviert und ich hatte einen Doppelläufer unter der Nase. In der einen Hand den Doppelläufer in der anderen den Stallion Penetrator hörte ich nur noch das war ein Fehler Arschloch ….ich werde nirgends mehr Krieg führen…..wir werden sehen dachte ich, dann gabs einen Knall und alles wurde schwarz vor meinen Augen…..

5.Akt The Astronaut
Liebes Tagebuch,

Tag XXX nach goodbye earth…..

the Astronaut

Jetzt ist es also passiert, die Welt wie ich sie kenne ist endgültig gestorben. Die Geschichte von Machete und die Inbrunst mit welcher er sie vorgetragen hat haben mich zum Entschluss gebracht dass sie wohl der Wahrheit entspricht, deshalb musste ich ihm den Gewehrkolben überziehen um klar im Kopf zu werden.
Als ich anno dazumals mein ganzes Viertel von Flatheads befreite war ich der Ueberzeugung dass der Aufstand gewinnen wird durch eisernen Willen, dem Glauben ans Gute und die Stärke der verbliebenen Menschen…..mit grosser Trauer muss ich mir jedoch eingestehen dass die klugen Menschen längts tot oder auf andere Planeten geflüchtet sind. Was übrigblieb auf Mutter Erde sind degenerative Opfer oder im Falle von Machete eine neue Art Monster ähnlich den Flatheads und genau so zerstörerisch wie Zoltans Bastarde.

Was allerdings niemand weiss ausser mir und meiner Freunde den Raketenwürmern auf Dear Yourself ist die Tatsache dass es auf Mutter Erde noch ein Geheimkommando äusserst effektiver Schwestern meiner gibt. Ich nenne sie die nymphomanian sisters of rebellion….Eine Truppe von ungefähr 50 Ziffredianzugtragenden Astrogirls welche allerdings im Gegensatz zu mir vor der Küste Hawaiis unter Wasser in sogenannten Whammycaves hausen( Whammycaves sind Unterwasserhöhlen welche entstanden sind durch Abgaskanäle der Hammer-on`s, seit diese im Untergrund leben sind sie gezwungen ihre Abgase und Exkremente über spezielle Kanäle, sogenannte Octabones, zu entsorgen). Whammycaves sind nur mit Rocco Ziffredis bewohnbar, Tscheremieträger implodieren unmittelbar nach betreten, aus diesem Grund sind sie absolut sicher vor Flatheads.
Im Gegensatz zu mir kennen die nymphomanian sisters of rebellion absolut kein erbarmen, doch dazu spähter mehr.

Da ich wustte dass Machete nicht tragbar sein wird in der Welt wie wir sie uns wünschen, ich jedoch nicht über sein Leben oder Tod entscheiden wollte, wurde es Zeit ihn aufzuwecken und ihm eine Geschichte zu erzählen.

Tag der Reise

natürlich mustte ich meinen ganzen Charme und auch eine gewisse körpeliche Zuneigung gebrauchen um Machete wieder friedlich zu stimmen, immerhin hab ich ihn bedroht und ihn dann mit dem Gewehrkolben ausgeknockt….da wird sogar ein Tier wie Machete misstrauisch….ich erspahr dir hier Details unserer Versöhnung liebes Tagebuch, nur soviel, es war efolgreich. Machete ist wieder am Start und voll dabei bei der Befreiung der Erde von den Flatheads( und sich selbst).
Was er nicht wusste ist die Tatsache dass ungefähr 50% der Galaxienreisenden den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre nicht überleben da sie durch ihr langes Druck und Schwerelossein den Erdatmospährendruck nicht mehr aushalten und zerplatzen.
Die effektivste Methode des sicheren Wiedereintritts ist mit extremer Geschwindigkeit in die Atmosphäre der Erde zu sausen. Eine solche Geschwindigkeit ist mit den Raumanzügen jedoch unerreichbar. Aus diesem Grund erzählte ich Machete die Geschichte der legendären Kometensplittersurfer welche auf abgesplitterten Kometen zurücksurfen nach Mutter Erde. Wie ich mir schon dachte war ein mutiger und starker Mann wie Machete sofort Feuer und Flamme für die Idee und bereit jedes Risiko in Kauf zu nehmen für dieses Abenteuer( eigentlich noch spannend der Kerl). Somit stand der Plan( ausser dass Machete nicht wusste dass er auf Erde mit meinen nyphomaniansisters of rebellion seine Erste und Letzte Bekanntschaft machen würde).

Da in den Galaxien dauernd Kometenregen herrscht war es kein Problem einen vorbeirauschenden zu erwischen, allerdings ist es elementar wichtig dabei nicht verkrampft zu sein. Aus diesem Grund haben Machete und ich vor Abflug meinen ganzen Vorrat an Marie und Juana aufgeraucht, wow…,kurz die Anzugsdüsen gezündet und schon standen wir auf unserem Kometen. Wahnsinn das Tempo, ich spühre jede Faser meines Körpers und Machete steht da wie ein Fels in der Brandung, jede Muskelfaser strahlt durch seinen Anzug, in der Sekunde dreht er sich um und strahlt richtig glücklich, das Abenteuer ist definitiv seine Welt.
Ozeane an Sternen rasen an uns vorbei und links im Augenwinkel seh ich auch schon Stonehead….hallo alter Freund. Nicht viel spähter, oder vielleicht auch doch, meine Zeitwahrnehmung war etwas verzerrt, sah ich auch schon die löchrige Ozonschicht welche Mutter Erde umschliesst und wwwuuuuuusschhhhhh sind wir durch. Uns ist überhaupt nichts passiert durch das hohe Eindringtempo, jedoch hat sich unser Komet in ein Surfbrettähnliches Ding verwandelt und uns unsere Anzüge vom Körper gerissen, gerade noch soeben gelingt es mir noch ein letztes Mal eine der Anzugdüsen zu zünden und uns Richtung Hawai zu lenken und splasshhh , schon sind wir im Ozean und surfen auf unserem Kometensurfbrett auf nymphomanian sisters Territorium, im nächsten Moment springt die erste Gruppe zur grossen Verwirrung von Machete auf unser Brett mit zwei neuen Rocco Ziffredis und beginnen sofort an Machete rumzulecken und ihm Sachen ins Ohr zu flüstern…..armer Machete, er dreht sich mit abwesendem Blick zu mir um und sagt wir müssen mit in die Whammycaves, gleich jetzt…..ich nicke.

6.Akt Cap Bold Head

In den Tagen welche wir in den Whammycaves verbrachten ist Zoltans grosse Maschinerie angelaufen. Wie Machete mir erzählte ist es Zoltans Plan mithilfe der Flatheads die noch verbliebene (wenn auch degenerierte ) Menschenmasse zu beseitigen. Da mir die Menschheit in ihrem jetztigen Zustand eigentlich herzlich egal ist, stellt sich die Frage wieso etwas unternehmen? Ich könnte ja leicht zbsp.auf Dear Yourself oder in Bosco Libertad leben……meine Nymphomanian Sisters Of Rebellion ( ab jetzt N.S.O.R. genannt) und Machete ( ja er lebt noch, doch dazu mehr ) könnten es mir gleichtun…..

Die Antwort auf diese Frage ist stets dieselbe. Zoltan und seine Bastarde sind weit degenerieter als der verkümmerte Menschengenpool der auf Mutter Erde sein dasein fristet, und ich bin mir ziemlich sicher dass falls Zoltan sein Ziel erreicht dies nicht sein letzter Akt gewesen sein wird und er vermutlich auf die Idee kommen wird sein Reich auf andere Planeten auszudehnen. Wenn ich mir vorstelle wie er meine guten Freunde die Raketenwürmer abschlachtet kommt der Hass von ganz tief unten explosionsartig an die Oberfläche.

Nun gut liebes Tagebuch, Machete und ich sind also unbeschadet in die Erdatmosphäre zurückgekehrt. Meine Freunde die N.S.O.R. haben uns in neue Ziffredis gesteckt und nun befinden wir uns in den geheimen Unterwasserwhammycaves in der nähe von Hawaii. Ohne Ziffredianzug dauert das Leben hier ungefähr zwei qualvolle Sekunden. Durch den extremen Unterdruck der hier herrscht implodiert man ohne Anzug sofort.

Wie ich erwähnte dulden die N.S.O.R. keine Männer. Männer werden von ihnen verfüehrt, ausgepumpt und dann wird ihnen in Ekstase aufs Gesicht gesessen bis sie in wolllüstiger Gier ersticken, danach werden sie entsorgt. Dies war auch der Plan bei Machete. Als wir landeten haben sie ihn zu sechst betört und er verfiel ihnen sofort, ich hab mich in Gedanken schon von ihm verabschiedet. Als sie ihn anwärmten kam plötzlich die Anführerin und forderte ihn für sich alleine zu haben da sie schon sehr lange keinen mehr hatte und alle Männer in letzter Zeit an ihre Schwestern abtrat. Pink Socket ( so ihr Name ) war meiner Ansicht nach die schönste Frau auf der Welt, umwerfend schön und das grösste und gefährlichste Feuer in den Augen welches sich ein Verstand ausmalen kann. Haare bis zum Gesäss, leuchtend pink. Als sie Machete das Angebot unterbreitete anstatt der sechs ihn umgarnenden Frauen sie zu nehmen kam ein Ja wie aus der Pistole geschossen.

Was der arme Machete jedoch nicht wusste war dass Pink Socket ihren Namen nicht wegen der pinken Haare hatte, sondern weil sie in einer anderen Zeit einmal brutal von einem Mann misshandelt und ihm als Vergeltung eine pink socket machte ( was eine pink socket ist darf der Leser selbst recherchieren) . Auf jeden Fall ist ihr Hass auf Männer so gross dass sie sich durch jahrelanges Training die Fähigkeit aneignete ihre Beckenbodenmuskulatur wie eine Schere einzusetzen. Dies tat sie regelmässig und verhöhnte ihre amputierten Opfer nachher während diese qualvoll ausbluteten.

Als zwei Stunden nachdem Machete und Pink Socket deren Schlafgemach betraten der Vorhang aufgemacht wurde und beide lachend und lebendig erschienen staunte ich sowie alle N.S.O.R. wie seit Jahren nicht mehr. Machete brüllte laut lachend: “ Buuuh, hättet nicht mich wieder zu sehn was…? Pink Socket hat mir erzählt was meinem Geschlecht normalerweise blüht hier unten…….doch Machete ist eben Machete harharhar…“

Da schritt Pink Socket ein :“ nun mal halblang du Machoarsch (schmunzel) , du bist zwar das unglaublichste was ich seit Jahren hatte, dies hätte dir allerdings rein gar nichts gebracht. Weisst du was dich gerettet hat ? Nein, natürlich nicht, du weisst es nicht weil du ein dummer Mann bist….als wir voll dabei waren und ich zum zweiten Höhenflug ansetzte hast du mir ins Ohr geflüstert. Diese Worte retteten dein Leben…du sagtest ich liebe dich seit ich dich zum ersten mal sah….das ist etwas was ich öfters höre, jedoch nicht den dann folgenden Namen, der war nämlich nicht Pink Socket, nein er war Ephedra. Als ich dies hörte dachte ich nein, ich kann ihn meiner Schwester nicht wegnehmen…, nur dies rettete dein Leben“.

Ich hörte mich sagen „danke aber auch, ich hab mich schon gefreut den Arsch endlich loszusein“….innerlich aber strahlte mein Herz wie sieben Sonnen und ich war sehr glücklich darüber, wenn auch etwas wütend und neidisch dass er es nicht mir sagte sondern einer anderen während er sie vögelte….trotzdem war ich sehr froh dass er lebte und hab für mich beschlossen dass ich aus der Spezies Mann nie schlau werden möchte….da tun sich mir zu tiefe Abgründe auf.

Ihm war das ganze sehr peinlich, denn er schien sich tatsächlich nicht an seine Worte zu erinnern. Er dachte wirklich er wurde am Leben gelassen weil er ein so toller Hengst ist. Es war ihm sehr unwohl, trotzdem zwinkerte er mir hämisch zu. Ein Themawechsel war angebracht, deshalb ergriff ich das Wort.“ Nun gut, da du nun also noch lebst, meine N.S.O.R. auch guter Dinge sind, was gedenken wir zu tun bezüglich Zoltan und seinen Ausgeburten“?

Machete stand auf und erzählte uns allen die Geschichte vom Kap der kahlen Mütze. Das Kap der kahlen Mütze ist der nördlichste Punkt in Zoltans Stadtstaat, ein Vulkan von der grösse des Matterhorns steht genau im Zentrum des Kaps. Dieser Vulkan erruptiert eigentlich andauernd. Die Lavageschosse welche er produziert haben mitunter die grösse der ehemaligen Twin Towers. Zoltans Reich wäre längstens verdampft hätte er die Erruptionen nicht clever ins tiefe Meer umgeleitet mittels massiver Kirchhoff Kruppstahlwänden. Wieso baut jemand seinen Regierungssitz um einen gewaltigen Vulkan? Weil er die unendliche thermische Energie für seine Armeen und Subwayweltkonzerne umwandeln kann. Dies und das Flatheadvirus sind das Geheimnis von Zoltans Macht. Bringen wir die Kruppstahlwände zum Einsturz, stürzen wir Zoltan. Das Problem ist nur dass wir das nicht können.

Wie ihr alle wisst hat Zoltan die Künste und allen voran die Musik verboten, und dies aus gutem Grund. Musik ist das einzige was die Stahlwände zum Einsturz bringen kann. Und zwar nicht jede Musik. Jede Musik kann Wände zu einstürzen bringen, jedoch nur die Musik einer einzigen Band kann die Kruppstahlwände am Kap der kahlen Mütze zerschmettern. Diese Band, liebe Ephedra gilt es zu finden. Bevor ich mich dem Kampf widmete war ich mal Rowdy bei ihnen. Bald danach mussten auch sie tief in den Untergrund flüchten um ihre zauberhaften Klänge zu verfeinern. Man sagt sie sind mittlerweile ganz in der Nähe des Kaps, alleine werden sie es allerdings nicht schaffen Zoltans Horden zu besiegen und ihre Musik vom Gipfel zu spielen. Sie sind nur mit ihren Instrumenten und den Gaben von Marie und Juana bewaffnet….

„Bevor wir uns auf den Weg machen Machete hab ich noch eine Frage: Wie heisst denn die Band die alles ändern kann?“
 
Seine Antwort kam umgehend…“Meine liebe, die Band hat sich nach einer Heldin benannt welche sie inspirierte…sie heisst wie du…..,wir suchen nach  Ephedra……

Can-‚ka no rey

Viel Zeit ist vergangen seit meinem letzten Tagebucheintrag….es kam der Punkt an dem ich keinen Drang mehr verspührte das erlebte festzuhalten. Ich, Ephedra bin seit vielen Jahren Planetenreisende. Als ich Mutter Erde verliess, dann aus Gründen die diejenigen welche das einmal lesen werden vielleicht nicht mehr verstehen. Die Welt war nur noch ein Trümmerhaufen, viele Menschen sind an einem Virus gestorben, die Ueberlebenden kämpften gegeneinander anstatt zusammen gegen eine Uebermacht namens Zoltan der mit seinen Kreaturen die übrigen Menschen unterjochte und für seine Zwecke arbeiten liess. Ich liess mir von einer im Untergrund lebenden gutgesinnten Mutationskreatur einen Anzug schneidern mit dem es mir möglich ist durch die Galaxien zu fliegen und zu atmen.
In meinem Tagebuch erzählte ich von den ersten Jahren unterwegs und was ich erlebte. Viele Planeten wurden seit damals von mir bereist, ich traf Kreaturen jenster Art, Menschen, gute wie auch feindliche……Ich verlor Freunde und gewann welche. Mittlerweile sind meine festen Begleiter ein verrückter Hund und meine Kanone.

Nun möchte ich dir eine Geschichte erzählen liebes Tagebuch von Can`Ka No Rey, dem letzten Rosenfeld inmitten eines abgebrannten Kornfeldes.

Tag XXX nach verlassen der Erde

Seit unzähligen Tagen befinde ich mich nun schon auf dem Planeten den ich Up In Smoke nenne……als ich hier ankam mit meinem Rocco Ziffretti Raummassanzug sah der Planet aus der Sphäre aus als wäre er ein einziges grosses Kornfeld mit Flecken hellglühendem Licht. Nach der Landung sagten mir meine Messgeräte dass Up In Smoke endlich wieder mal ein Planet ist wo eine Sauerstoffatmosphäre herrscht. Dies bedeutet ich brauche meinen Helm nicht zu tragen was mich dazu verleitet länger hierzubleiben.
Die Kornfeldstruktur aus der Luft entpuppt sich aus der Nähe als Pflanzen die ca.180cm hoch sind und dicke Früchte tragen, von der Form her etwa zu vergleichen mit Brombeeren zehnmal so gross.Nachdem ich einen Hügel erklommen habe um mir einen Ausblick zu verschaffen und von der Big Muffbeere zu kosten sah ich auch was es mit diesen hellglühenden Lichtern welche ich aus der Luft sah auf sich hatte……Up In Smoke hat zwar fruchtige Punkte, ist aber ansonsten ein äusserst trockener Planet geworden. Soweit ich sehen kann keine Wasserquellen oder ähnliches, die hier bei mir noch grünen Pflanzen weichen wenige Meter später ihrem total vertrockneten ich. Nochmal einige hundert Meter weiter stehen sie in Flammen. Der Himmel ist gedeckt mit dichtem aufsteigendem Rauch, deshalb Up In Smoke.
Nicht gut dachte ich mir, der halbe Planet oder mehr brennt oder ist ausgeräuchert…es ist heiss hier und das einzig trinkbare hier ist der Saft der Big Muffbeeren. Nahrung habe ich genug durch meine Vorräte vom letzten Planeten namens Rollin den ich besuchte.
Was mir noch fehlt ist mein treuer vierbeiniger Begleiter namens Dude. Dude ist ein Wesen welches am ehesten als Hund zu bezeichnen wäre, eine orange Bulldogge vielleicht. Dude unterscheidet sich aber grundlegend von normalen Hunden, er kann sprechen und kennt viele Legenden von Planeten. Er stammt aus einer fernen Galaxie und ist ein Spross der Wooly Woolfuzzers, einer seltenen fast göttlich verehrten Spezies auf seinem Planeten. Dass er nicht göttlicher ist als andere Lebewesen musste er auf seinen Reisen durch die Galaxien erst lernen. Unsere Wege kreuzten sich vor langer Zeit. Wir wurden auf Anhieb Freunde und kreuzten fortan gemeinsam über die Planeten. Ich profitierte von seinem Wissen über Planeten und Legenden. Er von meiner Schnelligkeit und meiner Kanone wenns sein muss. Da ich viel schneller fliegen kann als er sitzt er mir bei Planetenüberflügen auf dem Rücken. Beim Landeanflug auf Up In Smoke stiessen wir allerdings mit einem Meteoritensplitter zusammen und Dude wurde weggeschleudert und ist nördlich von mir in die Atmosphäre eingetreten und deshalb jetzt an einem anderen Ort als ich.
Der Grund warum wir auf diesen Planeten kamen ist auch eine von Dudes Legenden. Die Legende besagt dass es auf diesem Planeten ein Feld voller Rosen gibt welches einen riesigen Turm umwächst. Alle 30 Tage erleuchtet dieser Turm aus seinem Innerenund bringt dieses Rosenfeld zum erblühen. Man sagt dass der Anblick dieser blühenden Rosen in seiner Schönheit unübertreffbar sei und einem ewigen Frieden schenke. Könnte man eine dieser Rosen blühend nach Mutter Erde bringen würde dies die Erde auf einen Schlag ins Gleichgewicht rütteln und Frieden würde herrschen. Es sei allerdings nicht möglich eine dieser Rosen zu pflücken da sie komplett umgeben sind von dicken schwarzen Dornen welche für jedes Lebewesen tödlich seien und jedes bekannte Material zu durchstechen vermögen. Desweiteren blühen sie nur einen Tag im Monat und nur unter der Beleuchtung des unbekannten Lichtes aus dem Turm. Am Ende des von ihm geworfenen Lichtkreises befindet sich nur noch verbrannte Erde und verdorrte Kornfeldpflanzen.
Um diese Legende zu prüfen, den Turm zu finden und die Rosen zu analysieren sind wir hier.

Tag XXY nach verlassen der Erde

Immer noch keine Spur von Dude, langsam mache ich mir Sorgen um meinen Freund und hoffe er hat das gleiche vor wie ich, nämlich anhand der Karte die er gezeichnet und mir kopiert hat zum Turm zu gehen. Up In Smoke ist kein riesiger Planet, viel kleiner als der Mond und aufgrund unserer Karte sollten wir ziemlich nahe am Ziel gelandet sein. Der Planet ist sehr flach, von meinem Hügel aus sehe ich mit meinen Spezialsichtgeräten unendlich weit. Ich habe beinahe eine 360 Grad rundumsicht und trotzdem sehe ich nirgends etwas grosses turmartiges. Etwa 2000 Meter hinter mir ist ein hoher Berg, ca.2500 Meter hoch, welcher mir die Sicht nimmt auf das was dahinter kommt. Bis zu zwei Drittel des Berges sind komplett von einem Rauchkreis umgeben, nur die Spitze ist wieder sichtbar. Dass ich da hoch muss ist klar, ich hoffe Dude hatte dieselbe Idee um sich Ueberblick zu verschaffen. Hoffentlich ist der Rauch nicht zu dicht für meine Sichtgeräte.

Tag ZZZ nach verlassen der Erde

Alles hat sich verändert, eine apokalyptische Metamorphose. Ich bin auf der Spitze des Berges, nur hört es auf der Spitze nicht auf. Eine leicht abfallende Talsohle ertstreckt sich von hier. Der Himmel ist atemberaubend rot-orange, in der Ferne Meteoritenhagel. Das Tal ist warm erhellt vom Meteoritenhimmel, vor mir ein rieseiges Feld verdorrter Rosen, in der Ferne steht der mächtigste Turm den ich je gesehen habe. Seit fünf Tagen bin ich nun hier ( bin nicht sicher ob unsere Zeitrechnung hier aufgeht, die Zeit scheint hier anders zu funktionieren), von Dude leider keine Spur. Er wird seine Wege finden.
Ein durchkommen zum Turm ist nicht möglich, das Feld ist zu dicht und die Dornen sind überall. Ich werde das ganze Feld umlaufen um nach einer Möglichkeit zu suchen. Bis hierhin stimmt die Legende also…….
ob sich der Turm erhellt?

Can-‚Ka No Rey